Marktdaten

Defence Talent Radar – April 2026

April 2026 · Thorsten Schneider

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Marktüberblick Verteidigungsindustrie: Positionen, Sektoren, Kandidatenmarkt

Der Talent Radar fasst zusammen, was wir in unseren Mandaten und Gesprächen mit Unternehmen und Kandidaten der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie beobachten. Er ist keine repräsentative Erhebung, sondern ein Lagebild aus der Praxis – bewusst verdichtet.

Gefragte Positionen – was Unternehmen aktuell am dringendsten suchen

1. Sales & Senior Sales. Besonders gefragt ist ein starkes Netzwerk in der Defence-Branche. Das gilt für Defence- und Dual-Use-Unternehmen gleichermaßen.

2. Business Development. Vom Manager bis zum Managing Director. Gesucht wird das Netzwerk im europäischen Raum – Osteuropa, Baltikum, NATO-Südflanke, Naher Osten.

3. Verantwortung Produktion / Supply Chain. Führungskräfte, die Defence verstehen und Skalierung beherrschen. Der Prozessaufbau in der Supply Chain ist entscheidend.

4. Technische Entwicklung. Software, Hardware, Wirksysteme – ausschließlich Führungspositionen. Wir besetzen Rollen, die Entwicklung strategisch verantworten.

Fazit: Der Markt sucht Macher – nicht Verwalter. Operative Exzellenz mit strategischem Weitblick ist gefragt.

Wachstumssektoren – wo die Dynamik am höchsten ist

An der Spitze steht KI, Autonomie und Drohnen: der stärkste Wachstumsbereich, die Produktion wird skaliert. Dicht dahinter der Übergang Dual-Use / Automotive → Defence mit dem starken Markteintritt neuer Akteure. Optronik und Sensorik bleibt Schlüsseltechnologie mit hoher Nachfrage, und bei Komplettsystemen und Fahrzeugen geht es darum, Produktion hochzufahren und Kapazitäten aufzubauen.

Überraschend schwach entwickelt sich dagegen der Bereich Cyber und KRITIS – hier bleibt die Nachfrage hinter den Erwartungen zurück.

Besonders auffällig: KI-gestützte Autonomie treibt den Markt. Drohnen gehen in Serie.

Kandidatenmarkt – was Kandidaten bewegt und was sie bremst

Ansprache-Müdigkeit. Kandidaten werden häufig kontaktiert – oft unqualifiziert und ohne Branchenkenntnis. Vertrauen entsteht nur über echte Netzwerke.

Wechselbereitschaft: hoch. Die Bereitschaft für einen Wechsel ist da. Aber nicht um jeden Preis – und nicht für jeden Anrufer.

Starke Kandidaten aus dem zivilen Umfeld. Aus dem Dual-Use-Bereich und der zivilen Industrie kommen erfahrene Talente – insbesondere aus der Automobilzulieferung mit Kompetenz in Produktion und technologischem High-End.

Motivation ≠ Gehalt. Gehälter haben sich nach oben bewegt. Aber der eigentliche Treiber ist ein anderer: Wirkung, Gestaltungsspielraum, Entwicklung.

Die Frage, die Kandidaten heute am häufigsten stellen, lautet nicht „Was zahlt ihr?“, sondern: „Was bewirke ich bei euch?“

Marktdruck – was wir im Executive Search beobachten

Mandatsvolumen. Die Nachfrage nach Executive Search in der Verteidigungsindustrie hat sich gegenüber dem Vorjahr vervielfacht.

Besetzungsdauer. Positionen bleiben länger offen – oder Unternehmen akzeptieren, dass nur ein bis drei Kandidaten in Frage kommen, und entscheiden schnell.

Wettbewerb um Talente. Mehrere Unternehmen umwerben dieselben Profile. Das hat zu Unmut auf beiden Seiten geführt und Gehälter künstlich erhöht – gerade im Defence-NewTec-Bereich setzt nun eine Korrektur ein.

Unser Anspruch: ausschließlich Executive Search. Wir lernen jeden Kandidaten persönlich kennen. Qualität und Diskretion.

Den vollständigen Defence Talent Radar April 2026 als PDF herunterladen

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